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Die Informationen zum Brandschutz im Bauwesen und bei
Fußbodenkonstruktionen unter “Brandschutzestrich” stammen
aus dem von Dr. Alexander Unger verfassten
FUSSBODEN ATLAS und haben den Stand
der 7. Auflage vom 1.1. 2011.
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Abbildung freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Firma Deutsche Rockwool GmbH & Co. OHG Gladbeck/Deutschland

Brandschutz im Bauwesen (Quelle: FUSSBODEN ATLAS von Dr. Alexander Unger, Stand: 7. Auflage 2011)

Nachdem es in der Vergangenheit zu einer Reihe von Gebäude- sowie Tunnelbränden mit zahlreichen Toten und Verletzten kam, ist das Thema ‘Brandschutz in Bauwerken’ verstärkt ins öffentliche Interesse gerückt. Dabei stellt man sich immer wieder die Frage, wie Menschen in diesem Bezug geeignet geschützt werden können. Jährlich sind es in Deutschland immerhin mehrere Hundert Personen, die durch Brände umkommen. Gemäß den Angaben von Versicherungen gehen diese in Deutschland von über 200 000 Bränden im Jahr aus. Diese Zahlen sprechen durchaus dafür, sich mit diesem Thema auch im Bereich des Fußbodens auseinanderzusetzen. Schließlich bedeckt dieser die gesamte Grundfläche des jeweiligen Geschosses und dient den sich im Gebäude befindlichen Personen als Fluchtweg.

Gemäß DIN EN 13 813 ‘Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen’ müssen bei diesen Materialien Aussagen zum Brandverhalten gemacht werden. DIN 18 560 sieht vor, dass nur solche Estrichmörtel und Estrichmassen Verwendung finden dürfen, deren Brandverhalten einer Klasse nach DIN EN 13 501-1 zugeordnet ist. Diese Norm ersetzt in Verbindung mit einer europäischen Produktnorm, die auf der Grundlage eines Mandats der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Bauprodukten-Richtlinie erarbeitet wurde, die nationale DIN 4 102-1 und regelt auch die Klassifizierung des Brandverhaltens von Beschichtungen, Spachtelmassen und Bodenbelägen.

In diesem Zusammenhang werden die europäischen Klassen im Fußbodenbereich wie folgt beschrieben ( der Indices ‘fl’ steht hier für ‘floorings’):

  • A1fl: Bauprodukte, welche in keiner Brandphase (auch nicht bei Vollbrand) einen Beitrag leisten und alle Anforderungen unterer Klassen erfüllen.
  • A2fl: Bauprodukte, welche i. S. des Wärmestroms die gleichen Anforderungen wie die Klasse Bfl erfüllen und darüber hinaus bei Vollbrand keinen wesentlichen Beitrag zur Brandlast und zum Brandanstieg leisten.
  • Bfl: wie Klasse Cfl, aber mit strengerem Anforderungsprofil.
  • Cfl: wie Klasse Dfl, aber mit strengerem Anforderungsprofil.
  • Dfl: Bauprodukte, welche die Kriterien der Klasse Efl erfüllen und darüber hinaus imstande sind, für eine gewisse Zeit der Beanspruchung durch einen Wärmestrom zu widerstehen.
  • Efl: Bauprodukte, welche imstande sind, der Beanspruchung durch eine kleine Flamme Stand zu halten. Man versteht hierunter eine thermische Beanspruchung, vergleichbar mit einer Streichholz- oder Feuerzeugflamme.
  • Ffl: Bauprodukte, deren Brandverhalten nicht bestimmt ist und welche nicht in eine der Klassen (A1fl, A2fl, Bfl, Cfl, Dfl, Efl) eingeordnet werden können.

Zementmörtel können gemäß der vorstehend genannten Entscheidung der Europäischen Kommission der europäischen Klasse A1/Afl zugeordnet werden, wenn der Massenanteil oder der Volumenanteil (der höhere Wert ist entscheidend) an organischen Substanzen 1 % nicht übersteigt.

Brandschutz bei Holzbalkendecken (Quelle: FUSSBODEN ATLAS von Dr. Alexander Unger, Stand: 7. Auflage 2011)

Auf Holzbalkendecken (und auch auf Tragkonstruktionen aus Stahl) sollten, abhängig von der jeweiligen Anforderung, mit Priorität nichtbrennbare Materialien zum Einsatz kommen. Dies bezieht sich auch und besonders auf die Randstreifen. I. d. R. ist die Verlegung eines schwimmenden Estrichs oder schwimmenden Fußbodens als Schutz gegen Brandbeanspruchung von oben notwendig, der die obere, tragende Beplankung oder Schalung schützt. Er soll ein Durchbrechen oder Durchstanzen, z. B. von Einzellasten, durch die Decke verhindern, welche beim Versagen der oberen Beplankung oder Schalung, Bekleidungen an der Deckenunterseite durchschlagen können, wodurch der Raumabschluss verloren ginge. Je dicker Beplankungen/Bekleidungen und Fußböden auf der Oberseite ausgeführt werden und je dicker die raumfüllende Dämmschicht gewählt wird, desto später tritt der Durchstanzeffekt auf. Zudem wirkt ein Estrich lastverteilend und verbessert dadurch die Widerstandsdauer bei Brandbeanspruchung von unten.

RenoScreed EnergieSpar & SanierEstrich

Auf Grund der vorab geschilderten Situation legen Bauherrn gerade in Altbauten, aber auch in Neubauten mit Holzbalkendecken und Stahlkonstruktionen großen Wert auf einen geeigneten Brandschutz. Hierfür bietet sich RenoScreed® EnergieSpar & SanierEstrich an, da der Estrich nicht brennbar ist und damit die Anforderungen A1 (Afl) erfüllt. Ob ein Estrich A1 erreicht, hängt mit den Inhaltsstoffen zusammen. Hier geht es, wie gesagt, in erster Linie darum, wieviel organische Bestandteile im Estrich vorhanden sind. Dahingehend kann es durchaus Abweichungen zwischen Theorie und Realität geben.

Bei RenoScreed®> EnergieSpar & SanierEstrich wollten wir dieses Risiko nicht eingehen. Deswegen haben wir den Estrich brandschutztechnisch auf Herz und Nieren prüfen lassen. Das Institut Firelabs hat als Prüfstelle für das Brandverhalten von Baustoffen per Zertifikat bestätigt, dass RenoScreed® EnergieSpar & SanierEstrich die Anforderung A1 (= nicht brennbar) erfüllt. Dies können Sie im beiliegenden Prüfzeugnis nachlesen:

http://www.renoscreed.de/brandverhalten.php

Um auch die angrenzenden Schichten bestmöglich brandschutztechnisch auszurüsten, empfehlen wir, auch die Randstreifen in Mineralwolle auszubilden und als Material für die Dämmschicht unter RenoScreed® EnergieSpar & SanierEstrich Steinwolle zu wählen. Dr. Alexander Unger: “Steinwolle bietet sich in diesem Zusammenhang aus meiner Sicht ideal an, da der Schmelzpunkt bei >= 1.000 Grad C liegt. Dies ist aus meiner Sicht so ziemlich das Optimum, was man in einer solchen Konstellation erreichen kann.”

Brandschutztechnisch günstig wirken sich auch die Stahlfasern aus, mit welchen RenoScreed intensiv bewehrt ist. Diese haben bei diesem System den Vorteil, dass sie die Tragfähigkeit im Brandfall unterstützen, sodass die Fläche länger begehbar bleibt.

Bauteile (also auch der Fußboden) werden verschiedenen Feuerwiderstandsklassen zugeordnet, welche die Zeitdauer beschreiben, während der ein Bauteil dem Vollbrand Widerstand leistet und trotzdem noch seine Aufgabe erfüllt. Somit hängt die Feuerwiderstandsklasse nicht nur von der Bekleidung bzw. der obersten Schicht (z. B. Estrich oder Bodenbelag) ab, sondern auch entscheidend vom Aufbau, der Konstruktion, der Massivität und der Tragfähigkeit des Bauteils. Für RenoScreed EnergieSpar & SanierEstrich liegt in Bezug auf die Brandbeanspruchung von oben ein F90 Gutachten von der Materialprüfanstalt für das Bauwesen in Braunschweig vor. Dieses kann unter folgendem Link eingesehen werden:

www.renoscreed.de/download/f90.pdf